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28.07.2009

Der Designer Matteo Thun gibt Wasser Form

Düsseldorf, den 27. Juli 2009 – Für das prestigeträchtige italienische Mineralwasser Valverde von Spumador hat Matteo Thun eine neue Glasflasche entwickelt, die das Produkt aus der Masse heraushebt. Sie wird von O-I aus reinem, transparentem Weißglas in Deutschland und Italien produziert.

Valverde Mineralwasser ist eines der klarsten und leichtesten Wässer der Welt. Die Quelle liegt im Valsesia Tal, am Fuße des Mont Rosa in den italienischen Alpen. Dieses unverschmutzte und geschützte Naturgebiet bringt Wasser hervor, das natürlich mikrobiologisch rein ist und mit einem Mineralstoffgehalt von nur 37,5 mg/l sehr wenig mineralisiert ist. Dank seines geringen PH-Werts (6.3) und des niedrigen Natriumgehalts (3.4 mg/l), fördert Valverde die Gesundheit, da es den Flüssigkeitsstoffwechsel unterstützt und die Zellerneuerung verbessert.

Der bekannte Architekt und Designer Matteo Thun nahm die Herausforderung an Wasser Form zu geben und eine Flasche zu entwerfen, die die besonderen Eigenschaften von Valverde verkörpert. Die Wahl von Glas als Material war schnell klar: Glas steht für ein Premium-Image, das den Wert des Inhalts widerspiegelt. Es ist rein, inert und umweltfreundlich. So schützt und präsentiert es das Produkt optimal. Aus diesem Grund haben sich Matteo Thun und Antonio Rodriguez bei ihrem Entwurf einer speziellen Flasche für ein hochwertiges Mineralwasser für Glas entschieden. Der Ausgangspunkt bei der Entwicklung des Designs war, sich von Konzepten wie Leichtigkeit, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Genauigkeit und Lesbarkeit der Form, Vielfältigkeit und Beständigkeit inspirieren zu lassen. Matteo Thun erläutert: „Die ganze visuelle Identität der Flasche wird von Schlichtheit und Eleganz geprägt. Wasser steht dabei mit seiner Transparenz und Reinheit im Vordergrund. Als Kontrast dazu haben die metallischen Labels in außergewöhnlichen Farben einen starken Effekt. In Türkis, Lichtgrün und Fuchsia unterscheiden sie die stillen, leicht sprudelnden und stärker sprudelnden Sorten.“



Die Form der Flasche ist schlicht: mit einer ebenmäßigen Form und einem eleganten Hals. Ein transparentes Etikett zeigt das Valverde Logo in Weiß unter einem stilisierten Wappen. Auf der Rückseite der Flasche stehen auf einem metallischen Etikett die Wasseranalyse, sowie Verbraucherinformationen. Durch die Kombination des Valverde-Logos auf dem metallischen Hintergrund entsteht im Zusammenspiel mit dem Wasser in der Flasche ein interessantes, auffälliges Lichtspiel. Die Wirkung dieses schlichten, modernen Designs wurde bereits erkannt. Die Flasche gewann den Water Innovation Award 2008 bei den angesehenen International Awards.

O-I hat es geschafft in Zusammenarbeit mit Matteo Thun und Spumador das ursprüngliche Design für die industrielle Produktion fit zu machen. In drei Monaten wurden drei Millionen Flaschen produziert. O-I stellt die 750ml Weißglas-Flasche in Deutschland und die 500ml und 1000ml Flaschen in Italien her. Beide Versionen aus Italien werden aus industriellem Weißglas produziert. Die 750ml Flasche richtet sich an das gehobene Gastronomie-Segment und wird in Italien, England, Deutschland, den USA, Japan, Singapur, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten vertrieben. Das Wasser ist auch für den Eigenverbrauch zu Hause sehr beliebt. Stilbewusste Konsumenten schätzen immer stärker diese Art von Premiumprodukten. So wird in Italien die 1000ml-Flasche von Valverde in Städten und größeren Orten sehr erfolgreich über Getränkelieferdienste vertrieben.

Die drei Flaschengrößen sind, abhängig von Land und Markt, als Mehrweg- und Einwegflaschen erhältlich. Welche Art von Flasche auch genutzt wird, Glas ist eine der umweltfreundlichsten Verpackungsmaterialien der Welt. Mehrwegflaschen werden vom Konsumenten zum Händler zurückgebracht, nach der Reinigung neu befüllt und können so wieder und wieder verwendet werden. Einwegflaschen hingegen können recycelt werden, so dass aus ihnen unendlich oft neue Flaschen entstehen können, ohne dass sie an Qualität verlieren.



Interview mit Matteo Thun

F: Basiert das Valverde-Projekt auf Vorgaben, oder Ihrer freien Interpretation von Konzept und Marktposition dieses Wassers? Welchen kreativen Spielraum gab es?

A: Wir hatten bestimmte Vorgaben und eine Angabe zur Positionierung des Wassers von Valverde bekommen. Wir übersetzten es dann in eine Form.


F: Was sind die wichtigsten Schritte auf dem Weg vom Design bis zum fertigen Produkt? Welche technischen Herausforderungen mussten Sie meistern?

A: Zuerst muss ein Design entworfen werden, das alle Aspekte des Briefings berücksichtigt. Dann fällt die Entscheidung, ob der Entwurf auch produzierbar ist. Wenn nicht, muss das Design modifiziert werden. In diesem Fall bestand der komplexeste Schritt darin, unseren Entwurf an die Produktionsbedingungen von Valverde anzupassen.


F: Ist es das erste Mal, dass Sie eine Glasflasche entworfen haben?

A: Nein, wir haben auch schon mit Campari zusammengearbeitet.


F: Was halten Sie von Glas als Verpackungsmaterial, besonders im Hinblick auf Aspekte wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und kreative Möglichkeiten?

A: Glas ist das nachhaltigste Material überhaupt, weil es vollständig und unendlich oft recycelt werden kann und so keinen Abfall produziert.


F: Eine Flasche besteht aus verschiedenen Elementen, wie dem Mund, dem Hals, den Schultern, dem Körper und dem Boden. Wie haben Sie diese berücksichtigt? Haben Sie bestimmten Elementen bestimmte funktionale und ästhetische Eigenschaften zugeordnet?

A: Unsere Philosophie heißt “ZERO” Design. Sie fußt auf dem Grundsatz einer ausgeglichenen und harmonischen Komposition der Einzelelemente. Ihr Ziel ist die schrittweise Annäherung an das Wesentliche, an die ikonische Form.


F: Eine abgefüllte Flüssigkeit erhält eine statische Form – sie wird eins mit der Flasche. In welcher Beziehung stehen Form und Inhalt zueinander?

A: Beim Valverde-Projekt zitiere ich immer gerne aus der Novelle „Die Form des Wassers“ des italienischen Schriftstellers Andrea Camilleri. Hier heißt es: „Was machst du?“, fragte ich ihn. Er antwortete mit einer Frage: „Welche Form hat Wasser?“. „Aber Wasser hat keine Form“, sagte ich lächelnd. „Es nimmt die Form an, die wir ihm geben.“


F: Inwieweit sind Sie von Traditionen beeinflusst, z.B. von den Verpackungstraditionen für bestimmte Produkte? Inwieweit versuchen Sie innovativ zu sein?

A. Beides. Design wurzelt in Traditionen und wird aus Innovation geboren.


F: Was macht ein Design zu einem dauerhaften Symbol mit hohem Wiedererkennungswert?

A: Die ikonische Form existiert bereits in unserem Unterbewusstsein. Das Geheimnis ist, diese Form zu erkennen und sie neu interpretiert wieder zum Leben zu erwecken.


F: Die Valverde-Flasche hat keine dekorativen Elemente. Ganz allgemein, welche Rolle können Ihrer Meinung nach Dekorationen wie Prägungen, Gravuren, Oberflächen und Texturen bei einer Glasflasche spielen, egal ob als Verpackung für ein Getränk oder ein Nahrungsmittel?

A: Die Essenz unserer “ZERO” Design-Philosophie umschreibt den Verzicht auf Elemente und die Simplifizierung des Designs. So wird Schlichtheit nicht zu semantischer Verarmung, sondern zu ikonischer Eleganz.

F: Die Valverde-Flasche besteht aus Weißglas. Was für eine Rolle können Ihrer Meinung nach Farben bei Glasverpackungen spielen, z.B. funktionale Farben wie Grün, um Produkte vor Sonneneinstrahlung zu schützen, oder außergewöhnliche Farben, wie sie seit kurzem etwa bei Bierflaschen eingesetzt werden?

A: Wasser ist transparent, geruchs- und farblos – und das ist genau das, was unsere Flasche auch verkörpern soll. Die visuelle Identität der Flasche wird durch Schlichtheit und Eleganz geprägt. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Konzept: Man kann den Namen „Valverde“ sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite durch das Wasser sehen. Valverde ist aus Wasser gemacht.

Mehr Informationen finden Sie unter www.matteothun.com.





Firma: O-I Europe

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